(Video) Dexter und Maniac - Raw Shit

Erstes offizielles Video von Dexter & Maniacs “Raw Shit” Album. Draußen ab 13.08.2010! (C) WORTSPORT Prod.

Seit den Heidelberger Anfangstagen hat sich die deutsche Rapszene stark verändert.
Zum Glück. Wir schreiben 2010. Deutschrap packt die Klampfe aus. Dexter und Maniac
kümmern sich nicht um den neuesten Trend. Sie machen gradlinigen Rap. Zum Glück.
Als sie sich vor etwa einem Jahr in einem Regensburger Freestyle-Keller kennen lernten, dauerte es nicht lange bis sich der Heilbronner Beatschmied und „der Bayer, der auf Englisch reimt“ zum Gedankenaustausch trafen. „Ich wusste damals gar nicht, dass Dex auch rappt“, erinnert sich Maniac. Nach „Raw Shit“ sollte ganz Rap-Deutschland wissen, dass der MPM-Produzent nicht nur hervorragende Beats schrauben kann (Arbeiten für Blumentopf, Morlockk Dilemma, Retrogott, Damion Davis oder Chima Anya (UK) sprechen für sich).

Ohne großes Konzept entstanden Anfang 2009 die ersten Tracks. Ein Release hatten
die beiden nicht vor Augen. „Wir haben einfach drauf los gerappt. Hauptsache
Beats sind geil, Flows sind geil. Raw shit, woast?“. Mittlerweile sind über 40 Tracks
entstanden, von denen die besten ausgewählt und jetzt veröffentlicht werden. „Raw
Shit“ ist kein Konzeptalbum, aber der homogene Sound der Dexter-Produktionen und
die Attitude der beiden MCs knüpfen den roten Faden. Mehr noch, Dex und Ac gelingt
es der Platte etwas zu geben, das man nicht planen und schon gar nicht erzwingen
kann: „Raw Shit“ hat einen ureigenen Flavor, ist eine Rapplatte wie aus einem Guss.
„Teilweise hat Dexter mir gleich einen Beat und seinen Text dazu gezeigt und
ich hab’ dann sofort was dazu geschrieben, während er aufgenommen hat“. Im
Entstehungsprozess der Platte stellte sich immer deutlicher heraus, dass die beiden
Wahl-Regensburger Seelenverwandte sind, was das Arbeiten vereinfachte und was man der Platte anhört. Mit Jaques Shure und Keno von Creme Fresh wurden zwei langjährige Partner und Freunde als Gastvokalisten verpflichtet, deren Beiträge sich homogen in die Platte einfügen.

Deutschrap will modern werden und sucht einen Weg in die Zukunft. „Raw Shit“ ist der
lockere Gegenentwurf zweier Rapdudes, die sich über derartige Probleme keine Gedanken machen. Verkaufszahlen, Krisen der Industrie und Kinderbeefs spielen keine
Rolle. Maniac und Dexter haben kein Geld und mit Rap verbinden sie Spaß und keine
Verkaufskonzepte und Promostunts. „Raw Shit“ taugt nicht für Anhänger des ewigen
Gesterns, auch wenn die Produktionen knistern, klingen sie vorwärtsgewandt. „Raw
Shit“ steckt voller Ideen und klingt 18 Mal nach Spaß. Wenn man die Platte hört, würde
man am liebsten selbst sofort anfangen zu rappen.

21. Juli 2010, 00:05 • Sherin •

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